|
„Jeden Fehler möglichst nur einmal machen“ Nach ihrem Trip zur Hamburger Alster am vergangenen Wochenende weilt die internationale Triathlon-Elite in den nächsten zwei Tagen an der Londoner Themse. Allerdings müssen die Starter des fünften WM-Laufes, darunter sieben Athleten aus dem Bundesliga-Kader des Asics TEAM Witten, nicht in den Fluss der englischen Hauptstadt springen, sondern absolvieren die erste Disziplin in einem See im Hyde Park.
Dabei haben einige von ihnen die Hamburger Ergebnisse mit im Reisegepäck, und fühlen sich dadurch angespornt, in London eine gute Leistung abzurufen. Mit dem Hochgefühl des Sprintsieges vom Sonntag wird Lisa Norden weiter an ihrer Aufholjagd im Gesamtklassement arbeiten. Eher Wiedergutmachung steht dagegen vor allem für Christian Prochnow auf dem Programm nach Rang 51 in WM-Rennen Nummer vier. Aber auch Kathrin Müller und Dan Wilson wollen zeigen, dass sie stärker sein können, als sie es in der Hansestadt demonstriert haben. „Die letzten Tage hatte ich an der Niederlage in Hamburg wirklich hart zu knabbern“, beschreibt „Paule“ Prochnow seine Gefühlswelt. „Aber mit den gewonnenen Erkenntnissen und dem Motto, jeden Fehler möglichst nur einmal zu machen, visiere ich erneut die Top 15 an.“ Damit wäre Kathrin Müller sicher ebenfalls sehr zufrieden, da sie selbst sagt, dass „es einfach sehr unrund läuft dieses Jahr“. Aber zum Glück gebe es jetzt keine Zeit den Kopf hängen zu lassen. Vielleicht zahlt sich bei beiden das Höhentraining an diesem Wochenende aus. Dies könnte auch bei Sebastian Rank zutreffen, wenngleich abzuwarten bleibt, inwieweit ihn seine Wadenverletzung handicapt. Den Kopf hängen zu lassen, ist eine Angewohnheit, die den beiden Australiern des Asics TEAM Witten, James Seear und Dan Wilson, nahezu von Natur aus fern ist. Daher werden sie auch am Sonntag versuchen, die richtigen Entscheidungen im Wettkampf zu treffen und im günstigsten Falle eine einstellige Platzierung zu erreichen.  Davon ist Claude Eksteen zwar realistisch betrachtet ein Stück entfernt, aber der Südafrikaner geht nach einer fünfwöchigen Trainingsphase optimistisch an den Start, zumal er sehr prominente Partner dabei hatte. „In den letzten 14 Tagen habe ich in Leeds mit den Brownlee-Brüdern trainiert, und meine Fitness scheint sehr gut zu sein. Auch das Laufen fühlt sich wieder stark an.“ Genau diese Einheiten musste er wegen einer Verletzung zu Beginn der Saison drosseln. „Ich habe noch nicht so viele Rennen gemacht wegen dieser Verletzung und konnte sogar acht Wochen gar nicht laufen.“ Aber der 21. Platz beim WM-Rennen in Madrid hat ihm gezeigt, dass er grundsätzlich in guter Verfassung ist. „Daher freue ich mich richtig auf das Rennen und hoffe, ein besseres Ergebnis zu erzielen als in Spanien.“ Können die sieben Asics TEAM-Athleten diese Hoffnungen in Leistung umsetzen, dürfen sich die Wittener Triathlonfans auf ein gelungenes Wochenende freuen. kub © Feinkommunikation (www.feinkommunikation.de) |