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„Der Knoten ist ein kleines Stück aufgegangen“ 2010 ist nicht wirklich die Saison von Kathrin Müller. Die Kapitänin des Asics TEAM Witten hat nach einer ordentlichen Saisonvorbereitung zwar erstmals voll in die WM-Serie der Internationalen Triathlon Union eingreifen können, aber die Wettkämpfe laufen nicht ganz nach ihrem Geschmack. In London wurde sie immerhin beste Deutsche und landete auf einem 20. Rang. Im Gespräch spricht sie über dieses Rennen und den bisherigen Saisonverlauf.
Hallo Kathrin Müller, in London kamen Sie als 20. ins Ziel. Ist das der ersehnte Schritt nach vorn? Zu Buche steht immerhin ein 20. Platz und ich bin absolut zufrieden mit meiner Schwimm- und der Radleistung. Aber beim abschließenden Lauf zeigte sich wieder ein ähnliches Bild, wie schon in den vergangenen fünf Rennen. Da konnte ich mit den schnellsten nicht mitgehen. Aber die körperliche Form ist gut, ich konnte und habe viel auf dem Rad gearbeitet und saß mit den besten Mädels der Saison in der ersten Gruppe. Das Teilnehmerfeld war auch sehr stark besetzt… Ja, das war definitiv schon einmal ein Vorgeschmack auf das Grand Final in Budapest im September. Die Startliste ließ sich lesen wie das "Who is Who" der olympischen Triathlonszene und war nahezu identisch mit der aktuellen Weltrangliste. Welche Schlüsse ziehen Sie daraus? Da das Feld so hochkarätig war, konnte ich erneut sehen, wie hart ich noch arbeiten muss, um mein großes Ziel, die Olympiade 2012, zu erreichen. Denn als Olympiastadt hatte London seinen zusätzlichen Reiz und die Rennbedingungen samt Wetter, Kurs und Mannschaft hätten besser nicht sein können. Die Motivation war somit sehr groß und der Knoten ist zwar nicht geplatzt, aber zumindest ein kleines Stück weit aufgegangen. Sie waren mit einigen ihrer Asics TEAM-Kollegen im Höhentraining. Was hat das Ihrer Meinung nach gebracht? Der Höheneffekt der harten Arbeit in Font Romeu lässt uns nach wie vor wundern, und so richtig weiß der Körper noch nicht, was er will. Wie sieht die nähere Zukunft aus? Es läuft zwar eher unrund dieses Jahr, aber zum Kopf hängen lassen bleibt keine Zeit. Das Motto lautet schlicht „keep on going“. Kleinigkeiten entscheiden in der Weltspitze über Sieg oder Niederlage. Also werde ich daran arbeiten, die Fehler zu minimieren. kub © Feinkommunikation (www.feinkommunikation.de) |